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Maltechnik


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Aziz Raza fand über die Arbeit seines Großonkels Prof. Hermann Urban zur Malerei und Maltechnik.
Anhand von einigen Rezeptheften mit Aufstrichproben von Urban begann er  bereits 1964 mit ersten maltechnischen Versuchen.
Obwohl es sein Ziel war die Maltechnik Hermann Urbans zu rekonstruieren,  ging er bald eigene Wege.

Über die Versuche mit den Harzöl-Wachsfarben seines Großonkels fand Aziz  Raza eine neue Technik der Enkaustik, die auch den feinsten Pinselstrich  ermöglicht. Er suchte nach dem optimalen Herstellungsweg für das punische Wachs und hat  dazu viele Versuche gemacht.

Mit Leidenschaft experimentierte Aziz Raza ebenso bei der Herstellung verschiedener Farben und legte besonderen Wert auf die Verwendung von Rohstoffen, die dem fertigen Bild eine ungewöhnliche Ausstrahlung verleihen.

Unzählige Rezepte für den Malgrund konnten entwickelt werden und da Aziz Raza den farbigen Malgrund bevorzugte, wurden diese nicht nur auf Leinwand, sondern auch auf Papier erprobt. Die Grundierrezepturen unterscheiden sich von den bisher bekannten Rezepten vor allem durch die Zugabe von Steinen, Erdfarben und Harzen. Wird auch mit seinen außergewöhnlichen Farben gearbeitet, so entstehen Bilder von großer Strahlkraft, mit einer ganz besonderen Wirkung auf den Betrachter.

Musste Aziz Raza, der das Maurerhandwerk gelernt hatte, viele Jahre vor allem während der Nacht an seinen Bildern und Versuchen arbeiten, so konnte er sich ab 1972 fast ausschließlich der Malerei und maltechnischen Forschung  widmen.
Er hinterließ rund 10000 eigene Rezepte, die zum Teil auf verschiedenen Aufstrichträgern dokumentiert sind.

In seinem Buch "Die Aura des Bildes" versuchte Aziz Raza seine Maltechnik so darzustellen, dass auch der Anfänger und Kunststudent problemlos zum eigenen Experimentieren finden kann.
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